Alkoholsteuer 2027: Das wird für Malle teurer

Alkoholsteuer 2027: Wir brauchen eine Bierpreisbremse

Der nächste Malle-Trip ist gebucht, die Crew steht, und dann liest du irgendwo: „Schnaps wird 2027 teurer." Kurz Puls hoch, dann die Frage: Betrifft mich das überhaupt? Kurze Antwort vorweg: Ja, wenn du deinen Alkohol in Deutschland kaufst. Auf Mallorca selbst betrifft dich die deutsche Steuererhöhung nicht. Hier bekommst du zur geplanten Alkoholsteuer 2027 die nackten Zahlen, ohne Panik und ohne Politik-Bla, und wir räumen gleich mit dem größten Irrtum auf, der grad die Runde macht.

Kurzer Realitätscheck vorab: Die Erhöhung ist Teil der deutschen Haushaltsplanung für 2027, geplantes Inkrafttreten ist der 1. Januar 2027. Weil sich bei Steuerthemen bis zur endgültigen Verabschiedung noch etwas verschieben kann, gilt: Die Beträge unten sind der aktuelle Planungsstand, keine in Stein gemeißelte Kassenbon-Garantie. Und wichtig für alle Malle-Fahrer: Es geht um die Besteuerung in Deutschland – nicht um Alkoholpreise auf Mallorca.

Die schnelle Antwort: Das wird teurer, das bleibt gleich

Wer es eilig hat, hier das Wichtigste in einem Absatz. Der Bund will die Alkoholsteuer 2027 in Deutschland selektiv erhöhen, unter anderem um zusätzliche Einnahmen für den Bundeshaushalt zu erzielen. Erwartete Mehreinnahmen liegen nach bisherigen Angaben bei rund 400 bis 455 Millionen Euro pro Jahr. Getroffen werden vor allem harte Sachen und weitere bestimmte alkoholische Getränke. Bier bleibt unverändert, und beim Wein gibt es einen fetten Denkfehler, den wir gleich auseinandernehmen.

So sieht die Aufteilung für Deutschland aus:

Getränk Was passiert 2027 in Deutschland
Spirituosen (Wodka, Whisky, Rum, Korn) +20 % Alkoholsteuer
Sekt, Champagner, Likörweine, Alkopops Steuern sollen ebenfalls um 20 % steigen
Bier unverändert
Wein keine besondere Alkoholsteuer, 19 % MwSt. bleibt

Schnaps teurer 2027: So viel macht es wirklich aus

Jetzt die Zahl, auf die es ankommt. Der deutsche Steuersatz auf reinen Alkohol soll nach aktuellem Stand von 13,03 Euro auf 15,64 Euro je Liter Reinalkohol steigen. Klingt abstrakt, also runtergebrochen aufs deutsche Supermarktregal: Eine 0,7-Liter-Flasche mit 40 Volumenprozent würde bei vollständiger Weitergabe der Steuererhöhung inklusive Mehrwertsteuer um etwa 87 bis 90 Cent teurer.

Heißt konkret: Deine Lieblingsflasche fürs Vorglühen kostet beim Einkauf in Deutschland rund einen Euro mehr. Bei einer Crew-Bestellung von fünf Flaschen für die WG-Runde vor dem Flug bist du bei ungefähr viereinhalb Euro extra. Kein Weltuntergang, aber gut zu wissen, bevor du dich am Kassenbon wunderst. Bei den Spirituosen-Preisen 2027 in Deutschland lohnt es sich also, größere Einkäufe eher noch vor dem Jahreswechsel zu erledigen, wenn du eh schon weißt, dass gefeiert wird.

Wichtig: Die geplante Erhöhung betrifft nicht nur klassischen Wodka. Auch bei Sekt, Champagner, Likörweinen und Alkopops sollen die entsprechenden Steuern steigen. Das gilt allerdings für den Einkauf in Deutschland. Kaufst du deine Fertigmixgetränke erst auf Mallorca, greift dort nicht die deutsche Alkoholsteuer, sondern das spanische Steuersystem.

Der Wein-Mythos: „Wein ist steuerfrei" stimmt nur zur Hälfte

Hier kommt der Teil, bei dem die halbe Crew falsch liegt. Man hört ständig: „Wein hat gar keine Alkoholsteuer, der bleibt also gleich teuer." Der erste Teil stimmt im deutschen Steuersystem im Kern: Für normalen Wein gibt es weiterhin keine besondere Verbrauchsteuer wie bei Spirituosen. Auch 2027 soll daran nichts geändert werden.

Der Denkfehler steckt im zweiten Teil. Steuerfrei im Alltagssinn ist Wein trotzdem nicht, denn die 19 Prozent Mehrwertsteuer gelten für ihn in Deutschland ganz normal weiter. „Keine Alkoholsteuer" heißt eben nicht „unbesteuert". Wer 2027 auf Wein umsteigt, um Steuer zu sparen, spart also nur den zusätzlichen Aufschlag, der andere Getränkekategorien trifft, nicht die Mehrwertsteuer. Für die Sangria-Fraktion ist das trotzdem eine kleine gute Nachricht: Normaler Wein bleibt vom geplanten 20-Prozent-Aufschlag verschont.

Warum das Ganze? Gesundheit gegen Kater-Ökonomie

Die geplante Alkoholsteuer-Erhöhung in Deutschland dient einerseits dazu, zusätzliche Einnahmen für den Bundeshaushalt zu erzielen. Das Bundesfinanzministerium verweist außerdem auf gesundheitspolitische Erwägungen.

Eine vom Gesundheitsministerium eingesetzte Kommission hatte zuvor höhere Steuern auf Spirituosen empfohlen. Nach deren Einschätzung könnte ein dadurch sinkender Alkoholkonsum unter anderem dazu beitragen, jährlich etwa 1.000 Krebsfälle sowie weitere alkoholbedingte Schäden und Unfälle zu vermeiden.

Gegenwind kommt aus der Branche. Der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und Importeure (BSI) bezweifelt unter anderem, dass die erwarteten Mehreinnahmen tatsächlich in dieser Höhe eintreten. Ein mögliches Argument: Die Leute weichen einfach auf andere Getränke aus. Ausweichverhalten nennt sich das, und ehrlich: Genau das würde die typische Malle-Crew wahrscheinlich auch machen.

Was heißt das für deine Malle-Planung?

Ganz praktisch für die nächste Saison, deren Termine du dir eh im Überblick zu Opening und Closing 2026 markieren solltest, gibt es vier Punkte, die du im Kopf behalten kannst.

  1. Deutscher Spirituosen-Einkauf wird teurer: Wenn ihr euren Alkohol fürs Vorglühen oder für die Reise schon in Deutschland kauft, kann die Steuererhöhung ab 2027 ins Gewicht fallen.
  2. Auf Mallorca gilt die deutsche Erhöhung nicht: Auf der Insel entscheidet das spanische Steuersystem zusammen mit Location, Einkaufspreisen und Gastro-Aufschlägen über den Preis. Die deutsche Alkoholsteuer wird nicht einfach auf einen Longdrink am Ballermann draufgeschlagen.
  3. Wein und Bier als Budget-Anker in Deutschland: Beide bleiben nach aktuellem Plan von der 20-Prozent-Erhöhung verschont.
  4. Alkopops in Deutschland neu bewerten: Die süßen Fertigmixe sollen ebenfalls höher besteuert werden. Kaufst du sie dagegen erst in Spanien, gelten die dortigen Steuerregeln.

Wenn ihr sowieso schon bei der Feier-Planung seid, gehört zur guten Vorbereitung nicht nur das Getränkebudget, sondern auch der Sound. Passende Kracher findest du in unserer Zusammenstellung der besten Party-Banger, damit die Stimmung auch ohne teuren Schnaps sitzt.

Unterm Strich: Die geplante Alkoholsteuer 2027 macht harte Spirituosen beim Einkauf in Deutschland um etwa 90 Cent pro 0,7-Liter-Flasche mit 40 Prozent Alkohol teurer, wenn die Erhöhung vollständig an den Kunden weitergegeben wird. Bier und Wein bleiben bei der geplanten Erhöhung außen vor. Für deinen Einkauf oder deine Drinks auf Mallorca gilt diese deutsche Steuererhöhung dagegen nicht. Kein Grund, den Trip abzusagen, sondern höchstens ein Grund, ein bisschen schlauer zu überlegen, wo du was kaufst. Wer seine Crew schon vorher optisch einschwören will, findet im Sticker-Sortiment von malle-sticker.com genug Stoff, um jeden Koffer eindeutig als Party-Gepäck zu markieren.

Häufige Fragen

Ab wann gilt die Alkoholsteuer 2027?

Nach aktuellem Planungsstand soll die Erhöhung in Deutschland am 1. Januar 2027 in Kraft treten. Bis zum Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens können sich Details noch ändern.

Um wie viel wird Schnaps 2027 teurer?

Der deutsche Steuersatz soll von 13,03 auf 15,64 Euro je Liter Reinalkohol steigen. Eine 0,7-Liter-Flasche mit 40 Prozent Alkohol würde bei vollständiger Weitergabe der Steuererhöhung dadurch inklusive Mehrwertsteuer rund 87 Cent mehr kosten.

Ist Wein 2027 wirklich steuerfrei?

Für normalen Wein gibt es in Deutschland weiterhin keine besondere Alkohol-Verbrauchsteuer und nach aktuellem Plan auch 2027 keinen entsprechenden Aufschlag. Steuerfrei ist er trotzdem nicht, denn die 19 Prozent Mehrwertsteuer gelten weiter.

Wird Bier 2027 auch teurer?

Durch diese konkrete deutsche Steuererhöhung nicht. Die Biersteuer soll unverändert bleiben. Natürlich können Bierpreise unabhängig davon durch Hersteller, Handel, Gastronomie oder andere Kosten steigen.

Werden Alkopops und Sekt auch teurer?

In Deutschland sollen auch die Steuern auf Alkopops sowie unter anderem Sekt und Champagner steigen. Wie stark sich das am Ende auf den Verkaufspreis auswirkt, hängt davon ab, wie Hersteller und Händler die höhere Steuer weitergeben.

Betrifft die Erhöhung auch meinen Einkauf auf Mallorca?

Nein. Die geplante Erhöhung ist eine Änderung deutscher Verbrauchsteuern. Auf Mallorca gilt das spanische Steuersystem. Kaufst du deinen Wodka also im deutschen Supermarkt vor dem Abflug, kann dich die Erhöhung treffen. Kaufst du eine Flasche oder einen Drink erst auf Mallorca, wird darauf nicht die deutsche Alkoholsteuer erhoben.

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